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Kammweg nach Imst

5.45 klingelt heute erst der Wecker ­čśů. Wir k├Ânnen im Gegensatz zu Gestern ausschlafen ­čśé

6.15 Uhr gehen wir ins Nachbarappartement zu den anderen und fr├╝hst├╝cken gemeinsam. Aber es ist wie gestern. Irgendwie ist das einfach nicht meine Zeit zum fr├╝hst├╝cken, aber was sollÔÇÖs. Ein Kaffee und ein Br├Âtchen m├╝ssen irgendwie rein. Schlie├člich haben wir 31 km mit 1770 H├Âhenmetern im Aufstieg und 1840 H├Âhenmetern im Abstieg von Nassereith nach Imst vor uns. Klingt kurz und einfach, ist es aber nicht. Diese Strecke hat es durchaus in sich und kommt Axel und mir aber entgegen. Es hei├čt viel Steigen und das k├Ânnen wir gut.
6.50 Uhr Abfahrt zum Start, einchecken in den Startblock, den K├Ârper von gestern mobilisieren, dehnen und sich auf die Etappe vorbereiten. 8 Uhr ist dann Start und es geht erstmal eine Runde um den Block ­čśů. Die ersten 2 km sind genau die Strecke, die wir gestern eingelaufen sind, dann kurz einen Downhill runter und ab auf die Stra├če immer berghoch. Das ist schon mal anders als gestern angek├╝ndigt. Die Stra├če zieht sich stetig berghoch bis ca km 5, wo wir die Fernverkehrsstrasse unterqueren und es in den Wald weiter geht.
Aber irgendwie nicht berghoch wie auch angek├╝ndigt, sondern stetig bergab. Das Ganze geht bis km 8, dann kurze scharfe Rechtskurve und ab jetzt geht es stetig berghoch bis zur Verpflegung 1 bei Kilometer 11. Unsere Beine sind gut und wir steigen gut berghoch. Immer sch├Ân im Schatten, Schritt f├╝r Schritt, bis sich uns eine riesige Wiese bzw. Alm er├Âffnet mit einen genialen Ausblick in alle Richtungen und der 1. Verpflegung f├╝r heute.
Aus der Erfahrung von gestern f├╝llen wir alle Trinkblasen komplett auf und Axel hat f├╝r den Notfall auch eine dritte Flasche dabei. Ab hier sehen wir den ersten Gipfel mit dem Gipfelkreuz f├╝r heute auf 1330 m. Dem Simmering ­čĹî

Ab hier sind wir auf einem Bergkamm mit einem genialen Blick ins Inntal auf der einen Seite und dem Lechtal auf der anderen Seite. Immer entlang knapp oberhalb der Baumgrenze oder knapp darunter. Immer im Blick den h├Âchsten Punkt der heutigen Tour (jedenfalls denken wir das), das Haiminger Kreuz mit 2270 H├Âhenmetern. Als wir denken wir sind oben, sehen wir dahinter noch einen Gipfel und erst da, ist dann auch wirklich der h├Âchste Punkt f├╝r heute. Auf dem Anstieg ist es bedeutend ruhiger als gestern und wir k├Ânnen unseren Stiefel gehen.

Oben angelangt kurz ein Foto und ab in den Downhill bis ins Ziel von hier aus. Zuerst gilt es jedoch eine kleine Kletterpassage zu ├╝berwinden und dann sind wir im Downhill. Hier komme ich heute bedeutend besser runter als gestern und auch meine Beine f├╝hlen sich besser an.

Im Downhill noch kurz die Verpflegung 2, die Karr├Âster Alm auf 1505 m und weiter ins Tal. Der Downhill ist auch laufbarer als gestern und wir kommen gut voran.

Ca. 6 km vor Imst, sehen wir Imst von oben bereits und h├Âren schon die Zielaerea. Aber die letzten 6 km strecken sich. Erst erscheint das Schild f├╝r die letzten 5 km und da laufen wir in Imst ein. Beim Schild f├╝r Kilometer 4 dann scharfe Rechtskurve und ab in den Wald und ab hier werden die Kilometer gef├╝hlt auch l├Ąnger ­čśů. Die Sonne meint es mittlerweile gut mit uns und wir sind froh, es bald geschafft zu haben f├╝r heute.
Der letzte Kilometer hat es dann nochmal ordentlich in sich. Ordentlich wellig und auch ein steiler kurzer Anstieg.

Nach 05:35 Stunden haben wir es dann geschafft f├╝r heute. Wie ├╝blich zur Massage hinterher und ab in unsere Unterkunft. Es gilt den Nachmittag zur Regeneration zu nutzen und 18 Uhr sind wir heute mal in einem Restaurant essen.

Morgen steht dann die K├Ânigsetappe f├╝r uns auf dem Plan: 54 km nach Mandarfen mit 2800 H├Âhenmetern im Aufstieg. Wir sind gespannt.

Tell Wollert
TELL WOLLERT

Tell Wollert, geborgen 1980, ist seit 2010 Personal Trainer sowie seit 2013 Premium Personal Trainer. Tell hat Sport studiert, ist leidenschaftlicher Ultral├Ąufer und Black Roll Master Trainer.

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